Cannabidiol (CBD) - die Hoffnung bei Regelschmerzen

Cannabidiol (CBD) - die Hoffnung bei Regelschmerzen

Wenn deine Tage kommen, merkst du es meistens im voraus. Und natürlich weisst du es auch. Menstruationsbeschwerden treten meinst alle vier Wochen auf. Das kann zu Arbeitsausfällen, abgesagten Plänen und Tagen führen, an denen du dich am liebsten nur mit einer Wärmflasche und etwas Netflix im Bett zusammenrollen willst.

Kommt dir das bekannt vor? Mach dir keine Sorgen. Fast 90 Prozent aller Frauen zwischen 16 und 60 leiden unter Schmerzen während ihrer Periode. Das kann den Alltag jeder Frau aus dem Gleichgewicht bringen und sogar deine Lebensqualität beeinflussen.

 

Die Schmerzen, zu denen die Regelblutung führen kann, sind von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt. Während manche Frauen kaum bis gar keine Menstruationskrämpfe bekommen, leiden andere tagelang unter lähmenden Schmerzen. Manchmal sind diese so stark, dass sie Angstzustände, Depressionen und Arbeitsausfälle verursachen und sich insgesamt negativ auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken können.

Die Mehrheit der Betroffenen spürt während ihres Menstruationszyklus zumindest ein kleines Maß an Beschwerden. Viele Faktoren können zu schmerzhaften Menstruationskrämpfen beitragen. Dazu gehören schlechte Ernährung, emotionaler Stress und Bewegungsmangel. Es gibt auch Hinweise darauf, dass schwere Menstruationskrämpfe genetisch bedingt sein können.

Menstruationskrämpfe sind schmerzhaft und lästig zugleich. Etwa 10 Prozent der menstruierenden Menschen leiden so stark, dass sie deswegen der Arbeit oder Schule fernbleiben müssen. Menstruationsschmerzen können auch einen negativen Einfluss auf deine psychische Gesundheit haben.

Für Viele, deren Beschwerden ihren Alltag beeinflussen gibt es Alternativen zu Schmerzmitteln, Hormonen und anderen Medikamenten. Das Geheimnis heisst CBD. Wie kannst du also die aus Hanf gewonnenen sogenannten Cannabinoide, Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) zur Linderung von Menstruationsbeschwerden einsetzen? Das nicht psychoaktive CBD kannst du in Form von CBD Kapseln oder CBD Tropfen zu dir nehmen.

 

Foto: Erol Ahmed on Unsplash

 

Cannabidiol wirkt

Viele Frauen berichten, dass CBD-Produkte das beste Mittel sind, um ihre Regelschmerzen zu behandeln. Aber wie wirkt CBD im Vergleich zu Schmerzmitteln, nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie zum Beispiel Ibruprofen?

Sehr gut, wie sich herausstellt. Denn die schmerzlindernde, entzündungshemmende und muskelentspannende Wirkung von CBD kann dich während deiner Menstruation besonders sanft unterstützen.

Dabei dreht sich alles um die Ursachen von Beschwerden während der Periode und wie natürliche Heilmittel wie hochwertiges CBD helfen können, diese Symptome zu lindern. Ersteinmal: weg mit Wärmepads und Schmerzmitteln!.

Kein Bock auf Schmerzmittel?

Eine Studie aus dem Jahr 2008 zeigte, dass Frauen mit hohen Mengen an Prostaglandinen, die von ihren Gebärmutterschleimhautzellen produziert werden, stärkere Regelschmerzen hatten als solche mit niedrigeren Prostaglandinwerten.

Aus diesem Grund sind nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) vorübergehend wirksam bei der Linderung von Menstruationsbeschwerden. NSAR helfen, die Produktion von Prostaglandinen zu reduzieren, die die Hauptursache für Entzündungen und Schmerzen sind.

Allerdings sind NSAR für ihre üblen Nebenwirkungen bekannt, besonders wenn sie über längere Zeiträume eingenommen werden. Seit Jahrzehnten sind Frauen auf rezeptfreie Schmerzmittel angewiesen und nehmen zum Teil in hoher Dosierung NSAR ein, um ihre Regelschmerzen zu bekämpfen. Aufgrund der vielen unerwünschten Nebenwirkungen, die mit NSAR verbunden sind, wenden sich viele gesundheitsbewusste Frauen nun natürlichen Heilmitteln zu, um ihre Regelschmerzen zu lindern.

Hier kann CBD eine wichtige Rolle spielen. Jüngste wissenschaftliche Studien zeigen, dass CBD, ähnlich wie NSAR, die Produktion von Prostaglandin hemmen kann. Die Wirkung von CBD ist dafür bekannt, COX-2 über COX-1 zu hemmen, was bedeutet, dass CBD Schmerzlinderung bietet und als Entzündungshemmer wirken kann, ohne all die unerwünschten Nebenwirkungen, die NSAR begleiten.

Wenn Frauen, die unter starken Menstruationsschmerzen leiden, CBD einnehmen, können sie von einer natürlichen Schmerzlinderung und einer verminderten Entzündung profitieren, ohne ihren Körper mit pharmazeutischen Mitteln vollpumpen zu müssen. Es gibt viele klinische Studien, die CBD als natürlichen Entzündungshemmer empfehlen. Doch diese Forschung zu CBD steckt noch in den Kinderschuhen. Nicht weiter verwunderlich, da auch in der männlich dominierten Medizin kaum zu frauenspezifischen Krankheiten geforscht wird.

Genauso wie die Einnahme von Schmerzmitteln nicht immer die stärksten Menstruationsbeschwerden lindert, reicht es auch nicht, eine CBD-Kapsel oder ein paar Tropfen CBD-Öl einzunehmen und auf die Wirkung zu hoffen.

 

Foto: Monika Kozub on Unsplash

Volle Dröhnung Hormone

Bei Menschen, die ihre Periode haben, stellt sich die Gebärmutter jeden Monat im Voraus darauf ein.

Erstmal erhöht der Körper das Östrogen, was der Gebärmutter sagt, dass sie ihr Endometriumgewebe auf natürliche Weise stärken soll. Dann, nach dem Eisprung, wird das Gewebe durch einen Schub an Progesteron mit Blut und Arterien aufgepumpt. Dies bereitet die Gebärmutter darauf vor, entweder eintreffende Embryo willkommen zu heißen, oder in den meisten Fällen, sich auf die Menstruation vorzubereiten.

Sinkender Progesteronspiegel

Sobald der Körper merkt, dass er sich nicht auf ein Baby vorbereitet, sinkt der Progesteronspiegel. Das ist das Signal für die Gebärmutter, sich locker zu machen.

Der Körper entzieht der Gebärmutterschleimhaut alles, was er kann, schneidet den Blutfluss zu den spiralförmigen Arterien ab und lässt das Gewebe schrumpfen. Ohne effiziente Blutzufuhr löst sich das Gewebe der Gebärmutterschleimhaut, und dann beginnt die Regel.

Ohne Progesteron geht der Schutz verloren, was einen Dominoeffekt auslöst und außerdem die perfekten Voraussetzungen für Entzündungen schafft.

Prostaglandine: Entzündung der Gebärmutter

Wenn dein Progesteron abnimmt, werden entzündungsfördernde Stoffe vermehrt ausgeschüttet. Diese werden Prostaglandine genannt. Prostaglandine erreichen ihren Höhepunkt, wenn Frauen menstruieren, was zu folgenden Effekten führt:

Entzündungen: Einige Prostaglandine lösen eine Entzündungsreaktion aus, die zu mehr Schmerzen führen.

Schmerzsensibilisierung: Prostaglandine und andere natürliche Entzündungsstoffe können schmerzempfindliche Nerven noch sensibler machen.

Vasokonstriktion: Die während der Menstruation vorherrschenden Prostaglandine bewirken eine Verengung der Blutgefäße, wodurch der Blutfluss zum Endometriumgewebe gehemmt wird.

Uteruskontraktionen: Frauen mit höheren Prostaglandinspiegeln haben schmerzhaftere Kontraktionen. Ärzte haben festgestellt, dass diese Schmerzen so intensiv sein können wie bei einem Herzinfarkt.

Starke Blutungen: Eine übermäßige Entzündung kann zu ungewöhnlich starken Blutungen führen, die das Gewebe stärker schädigen. Bei Menschen, die stark bluten, sind höhere Werte des Enzyms vorhanden, das Prostaglandine produziert. Medikamente, die diesen Prozess bekämpfen, können die Intensität der Menstruation verringern.

Durchfall (Diarrhoe): Zusätzlich zu den Kontraktionen der Gebärmutter lösen Prostaglandine auch Kontraktionen der glatten Muskulatur im Verdauungstrakt aus – was dazu führen kann, dass du Durchfall bekommst.

Das heißt, Frauen, die einen höheren Prostaglandinspiegel haben, leiden unter stärkeren oder schmerzhafteren Perioden. Daher sind Behandlungen, die den Prostaglandinspiegel senken, sehr effektiv.

NSAR sind nützlich...bis zu einem gewissen Grad

Wenn die Periode kommt, greifen Frauen am häufigsten zu Ibruprofen oder einem ähnlichen pharmazeutischen Entzündungshemmer. NSAR sind die am häufigsten verordnete Behandlung gegen Menstruationsbeschwerden und -schmerzen.

NSAR hemmen das Enzym, das für die Produktion von Prostaglandinen verantwortlich ist (COX-2). Aus diesem Grund können NSAR tatsächlich all diese Symptome vermindern, die durch Prostaglandine verschlimmert werden. Dazu gehören Kontraktionen, Entzündungen und Schmerzen.

Leider ist eine Langzeitbehandlung mit NSAR nicht ideal für die Gesundheit. Sie können das Verdauungssystem schädigen. Menschen, die Verdauungsprobleme haben, sollten die Einnahme von NSAR daher unter allen Umständen vermeiden.

CBD: Eine natürliche Alternative

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler*innen entdeckt, dass CBD ähnlich wie NSAR wirkt. Denn auch CBD hemmt die Produktion von Prostaglandin. Das Schöne an einer CBD-Supplementierung ist, dass CBD nicht mit den unangenehmen gastrointestinalen Nebenwirkungen einhergeht, die bei NSAR üblich sind.

CBD hilft nicht nur, das COX-2-Enzym zu hemmen, sondern sowohl THC als auch CBD halten deine DNA davon ab, hohe Mengen des Enzyms überhaupt erst zu produzieren.

Wunderwaffe CBD

Den Prostaglandinspiegel während der Periode zu verringern ist hervorragend. Dadurch kannst du Schmerzen, Entzündungen und Krämpfe reduzieren. Allerdings können Prostaglandine nicht ganz ausgeschaltet werden.

Eine Kombination von Prostaglandin-reduzierenden Mitteln wie CBD und anderen Behandlungen, die Schmerzen, Krämpfe und Übelkeit lindern, sind noch effizienter.

Natürliche Mittel aus Hanf – CBD, THC und andere Cannabinoide – können schmerzhafte Menstruationskrämpfe auf folgende Weise behandeln:

Anti-inflammatorisch: CBD und andere Cannabinoide sind für ihre vielen entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt, einschließlich der Reduzierung der Produktion von entzündlichen Prostaglandinen. Zum Beispiel aktiviert THC die Endocannabinoid-Rezeptoren, die sich auf den Killerzellen des Immunsystems befinden. Wenn diese Rezeptoren aktiviert werden, können sie Makrophagen daran hindern, entzündliche Proteine freizusetzen.

Schmerzlindernd: Prostaglandine und andere Entzündungsmoleküle können schmerzempfindliche Nerven überempfindlich machen, Cannabinoide können dies bekämpfen, indem sie diese Nerven desensibilisieren. Sowohl THC als auch CBD zielen auf Nervenrezeptoren ab, die das Schmerzempfinden verringern (TRPV1 beziehungsweise CB1). Außerdem desensibilisiert CBD nicht nur TRPV1. Die beruhigende Wirkung von CBD kann sich auch auf benachbarte Schmerzrezeptoren übertragen.

Muskelentspannend: Menstruationskrämpfe werden durch Kontraktionen der glatten Muskulatur, die die Gebärmutter auskleidet, verschlimmert – und Cannabinoide sind als Entspannungsmittel zur Entspannung dieser Muskeln bekannt. CBD und THC zielen beide auf verschiedene Rezeptoren, die im Muskelgewebe eingebettet sind, und entspannen letztendlich die Kontraktionen.

Gefäß-entspannend: Blutgefäße sind von glatter Muskulatur umgeben. Wenn CBD oder andere Cannabinoide diese glatten Muskeln entspannen, wird der Blutfluss erhöht. Erhöhter Blutfluss hilft, indem er sauerstoffarmes Gewebe entlastet und schmerzhafte Krämpfe vermindert.

Es gibt viele Hinweise darauf, dass CBD Periodenbeschwerden lindern kann. Egal ob als Tropfen oder in Kapseln; in Form einer Massage mit CBD-Öl oder beim Verdampfen von CBD Kristallen. Wie und in welcher Form du die natürliche Hilfe von CBD annehmen möchtest, bleibt dir überlassen. Du kennst deinen Körper am Besten. Höre darauf was er dir sagt.